MSH Conference: Filmmusik – ist weniger mehr?

16.08. 2020 10 – 13 Uhr
Ernst Reijseger

Ernst Reijseger ist ein weltbekannter Cellist, der die Musik für zahlreiche Filme von Werner Herzog geschrieben hat. In dieser MSH Conference wird Ernst Reijseger seine Herangehensweise an die Filmmusik erläutern. Im weiteren Verlauf des Seminars, das weitgehend von den Fragen der Studierenden bestimmt wird, wird Reijseger den Einfluss des Sounddesigns in der Filmmusik erörtern, wie verschiedene Klänge zusammengefügt und gemorpht werden können und wie die Musik am effektivsten für Szenenübergänge eingesetzt werden kann. In diesem interaktiven Workshop wird Ernst Reijseger Ausschnitte seiner Arbeit zeigen und die Studierenden ermutigen, auch ihre eigenen Arbeiten zu besprechen.

Seminargebühr: 50 € (inkl. 19 % MwSt.) oder
MSH Conference: 150 € (inkl. 19 % MwSt.)
für eine beliebige Anzahl von Veranstaltungen im Rahmen der MSH Conference inkl. SpecialEvents oder
Flaterate: 1600 € (inkl. 19% MwSt.)
für eine beliebige Anzahl von MasterClasses, Workshops, Veranstaltungen im Rahmen derMSH Conference und Special Events
Ermäßigung für Studierende: 20%
Zuschuss Bildungsprämie möglich
Arbeitssprache: englisch
Veranstaltungsort: TONALi SAAL, Kleiner Kielort 8, 20144 Hamburg

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Ernst Reijseger wurde 1954 in Naarden/ Niederlande geboren und begann im Alter von sieben Jahren mit dem Cellospiel. Am Konservatorium von Amsterdam ermutigte ihn seine Lehrerin Anner Bijlsma, seinen eigenen Weg zu gehen. Dies führte zu einer lebenslangen Zusammenarbeit. Reijseger komponierte unter anderem Werke für das Barockorchester Forma Antiqua (Vulkan-Sinfonie), das Niederländische Bläserensemble und das Ensemble Modern, sowie Filmmusik für die Regisseure Werner Herzog (The White Diamond, Cave of Forgotten Dreams) und Alex und Andrew Smith (Walking Out). Ernst Reijseger veröffentlichte über zwei Dutzend Alben, darunter auch Film-Soundtracks. Im Laufe der Jahre gab Reijseger viel beachtete Soloauftritte. So wurden auch seine Soloalben »Colla Parte« (1997), »Tell Me Everything« (2008) und »Crystal Palace« (2014) von der internationalen Presse hoch gelobt. Reijseger arbeitete zusammen mit Musiker*innen aus der Improvisations- und Jazzmusik (Uri Caine, Han Bennink, Misha Mengelbergs Instant Composers Pool, Louis Sclavis, Harmen Fraanje), der klassischen und barocken Musik (YoYo Ma, Giovanni Sollima, Erik Bosgraaf) und der traditionellen Musik (Trilok Gurtu, Tenore e Concordu de Orosei, Groove Lélé, Nana Vasconcelos, Mola Sylla). Seine Fähigkeit, mit verschiedenen Kunstformen zu interagieren, macht ihn zu einem gefragten kreativen Partner von Dichtern (Ramsey Nasr), Tänzern (Bollwerk), Schauspielern (Oscar Isaac, Teo Joling), Malern (Jerry Zeniuk, Simon Kramer, Robert Zandvliet), Bildhauer*innen (Gertie Bierenbroodspot), Fotografen (Joost Guntenaar, Krijn van Noordwijk) und Filmemachern (Werner Herzog, Alex und Andrew Smith). Reijsegers Musik ist Teil von zwei Kunstinstallationen: Stephan Winters »Von der Stille« (Rathausgalerie Kunsthalle in München) und Werner Herzogs »Hearsay of the Soul« (J.Paul Getty Museum in Los Angeles, Wallraf-Richartz-Museum in Köln, Whitney Museum of American Art in New York City).

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