Podiumsdiskussion: Women in Audio

12.08.2021

19:00 – 22:00 Uhr

Auch der Medienbereich wird wie fast alle anderen gesellschaftlichen Bereiche von Männern dominiert. Wir stellen in diesem Jahr herausragende weibliche Persönlichkeiten aus den bereichen Musik, FilmMusik und SoundDesign vor, die wir eingeladen haben in MaserClasses, Workshops, im Rahmen unserer Conference oder in SpecialEvents ihre Arbeit vorzustellen.

Am 12. August 2021, 19:00 Uhr findet eine hochkarätig besetzte Panel Diskussion zum Thema WOMEN IN AUDIO im Hamburger STUDIO KINO statt.

In dieser Podiumsdisskusion wird die Situation für Frauen in der Audiobranche besprochen und auf die Entwicklung der letzten Jahre zurückgeschaut. Und natürlich blicken wir auch in die Zukunft!

Die Teilnehmerinnen sind:

* NINA HARTSTONE, Oscarpreisträgerin für Bohemian Rhapsody (Sound Editing), UK

* SELMA MUTAL, Filmmusik Komponistin, Frankreich

* SARAH LUTZ, Orchestratorin, Schweiz

* MARIJA STOIJNIC, Regisseurin, Serbien

* LESLIE GASTON-BIRD, Sound Designerin, USA

* FREYA ARDE, Komponistin, Deutschland

Moderation:

* ATLANTA INA BEYER, ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Journalistin. Sie lehrt Gender and Diversity an der Hochschule Rhein-Waal und forscht u.a. zu Queerness und Populärkultur. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit queeren und feministischen Punkutopien. Sie lebt in Berlin.

Eintritt: Nur durch vorherige, kostenlose Registrierung
Aufgrund der Sicherheitsbestimmung im Rahmen der CORONA Pandemie ist die Anzahl der Sitzplätze beschränkt. Zeitnah zu der Veranstaltung erhalten Sie per Email genaue Informationen über die Zutrittsbdingungen. Veranstaltungsort: STUDIO KINO, Bernstorffstrasse 93, 22767 Hamburg

Leslie Gaston-Bird ist Inhaberin der Postproduktionsfirma „Mix Messiah Productions“ und Vizepräsidentin der Audio Engineering Society . Sie lehrte 15 Jahre lang Audioproduktion und Audio-Postproduktion an der University of Colorado Denver und ist stimmberechtigtes Mitglied der Recording Academy für die Grammys. Sie ist außerdem die Autorin des Buches „Women In Audio„. Sie wohnt derzeit in Brighton, England.

Nina Hartstone hat als Supervising Dialog/ADR Editor bei „Bohemian Rhapsody“ den Oscar für die beste Leistung im Bereich Sound Editing gewonnen. Sie arbeitet bei Spielfilmen und hat sich auf Dialog und automatische Dialogersetzung (ADR) spezialisiert. Sie ist seit den frühen 90er Jahren in der Branche tätig. Zu ihren Credits gehören „An Education“ (2009), „Gravity“ (2013), „Cats“ (2019) und natürlich „Bohemian Rhapsody“, für den sie auch einen Bafta bekommen hat. Sie lebt in Windsor, U.K.

Selma Mutal ist Komponistin für Tanz, Theater, Fernsehen und Kino. Geboren in Peru, studierte sie in Amsterdam und Paris. Sie komponierte für Filme wie „THE MILK OF SORROW“ von Regisseurin Claudia Llosa, „UNDERTOW“ von Javier Fuentes-León, sowie Tod Lendings Kurzfilm „VEZO“ und viele mehr. Kürzlich gewann Selma den „Best Soundtrack Award“ für die TV-Miniserie „Lucky Day“ auf dem International Series Festival von Buenos Aires.

Sarah Lutz ist eine Schweizer Orchestratorin, Komponistin und Sounddesignerin. Sarah arbeitet hauptsächlich als Orchestratorin für verschiedene Komponisten in Film, Fernsehen und Videospielen. 2016 gründete sie Dadora Music, eine Firma für Orchestrierung und Music Prep für Film, TV und Videospielproduktionen. Es folgten zahlreiche Orchestrationen unter anderem für Tim Burtons Miss Peregrine`s Home for Peculiar Children (2016), die Netflix Miniserie Godless (2017), das Spider-Man Videogame für PS4 (2018) und die hr-2 Kultur Weihnachtshörspielproduktion Mansfield Park (2020).

Marija Stojnić ist eine preisgekrönte Regisseurin und Produzentin, deren jüngste Filme sich auf kulturelles Erbe, Musik der Vorfahren und experimentellen Sound konzentrieren. Ihr Film Speak so I can see you feierte seine Premiere bei IDFA 2019 und MoMA’s DocFortnight 2020 in New York.

Freya Arde ist eine vielfach ausgezeichnete Komponistin, Gitarristin und Produzentin. Ihre letzten Kinoproduktionen „Endzeit“ (Regie Carolina Hellsgård, 2018) und „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ (Regie Steven Wouterlood, 2019) feierten Premiere auf Festivals wie dem Toronto International Film Festival und der Berlinale und werden weltweit im Kino ausgewertet. Kurz nach ihrem Masterabschluss in Filmmusik an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf gewann sie den Deutschen Filmmusikpreis als Bester Newcomer für ihre Musik zu „Nellys Abenteuer“ (2016, Regie Dominik Wessely). Seitdem arbeitet sie Vollzeit als Komponistin und vertont Dokumentar- und Kinospielfilme. In ihren einzigartigen Klanglandschaften kombiniert sie akustische Instrumentation mit Audioprocessing und elektronischen Elementen. Sie arbeitete bereits mit Orchestern wie dem Deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. In ihrer neuen Filmmusik zu „Das geheime Leben der Bäume“ (Regie Jörg Adolph, 2020) lässt sie durch das Einbetten von Tier- und Pflanzenklängen aus dem Wald die Grenzen zwischen klassischer Musik und Sounddesign verschwimmen.